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Quelle: weheartit rubeyda



Fandom und ich - ein Statusbericht:

Trübe, sehr trübe sieht das aus. Seit ungefähr 50 Jahren hab ich keine Fanfiction mehr geschrieben, oder etwas anderes. Dann wollte ich korrigieren, aber kam/komme einfach nicht vorwärts.
Im Grunde bin ich geneigt, das alles nicht auf meine fehlende Energie sondern komplett auf Sam Winchester zu schieben. Es fehlt einfach komplett an Inspiration. Man muss es leider zugeben - der Typ macht immer dasselbe und mein Interesse sinkt von Jahr zu Jahr. Nicht dass Ihr mich falsch versteht: Ich liebe Supernatural nach wie vor. Es ist immer noch die einzige Serie, die ich online gucke - zu mehr langt es nicht - energiemäßig. Aber sobald die Folge beendet ist - praktisch noch während des Abspanns habe ich sie auch schon wieder vergessen. Und schlimmer noch: auch keine Lust noch einmal reinzusehen.
Doch als treuer Fan bleibe ich natürlich dabei. Wenn da nicht die Sommerpause wäre - so eine wie jetzt gerade. Immer wenn mir die regelmäßige Dosis einer Lieblingsserie fehlt - so wenig überraschend sie auch manchmal sein mag - dann gehe ich fremd. Für ungefähr fünf Minuten. Denn eine Alternative konnte ich bislang einfach nicht finden. Und zum Online-Gucken (Ich bin sicher, dort fände sich etwas) bin ich eigentlich immer zu erschöpft. Könnte an meinem Stuhl liegen - so ein Wackelstuhl, der alles trainiert, was trainiert werden muss, wenn man nicht dauernd vom Pferd rutschen will. Ich glaub zwar nicht wirklich, dass da irgendwelche Muskeln reagieren, aber er ist fraglos unbequem. Vielleicht komme ich auch deshalb nicht zum Schreiben - sich gleich ins Bett zu legen ist einfach verlockender.
Wie auch immer - fremdgehen. Merkwürdige Gestalten durchwanderten da die Sommermonate vergangener Jahre – und ist das nicht traurig, wie lange ich schon bei Supernatural festsitze?
Kenneth Branagh als Kommissar Wallander, Tom Cruise in Rock of Ages ... und gelegentlich liebäugele ich mit Sherlock. Allerdings sehe ich mich weder für Holmes noch für Dr. Watson schwärmen, ein langhaariger, singender Tom Cruise tut es da schon eher. (Da fällt mir ein, in der Winterpause entdeckte ich Russel Crowe als Javert in Les Miserables - war auch eine Minutenaffäre, hat sich trotzdem gelohnt. Singende, gequälte Seelen haben etwas an sich, dem ich nicht widerstehen kann.)
Das Problem ist, meine Obsession, will sie denn wachsen und gedeihen, bedarf der regelmäßigen Fütterung. Die paar Sherlock-Folgen reichen da nicht. Ein Film schon gar nicht.
Es sollte eine Serie sein. Und nun mein Dilemma. Jetzt hab ich eine Serie gefunden, die mich über die Zeit des Betrachtens hinaus beschäftigt, und sie wurde längst gecancelt. Somit handelt es sich wieder nur um eine Sommerliebe - zum Scheitern verurteilt. Vielleicht ist es auch ein gutes Zeichen, dass ich im Zuge dieser Serie tatsächlich versucht gewesen wäre, sie mir online anzusehen. Bin ich immer noch, wenn ich sie im Original finden würde.
Zum Glück bin ich meist richtig müde, auch ein Grund, weshalb ich Serien, Handlungsstränge, Charaktere so schnell vergesse.
Lange Rede - kurzes Ergebnis. Es geht um Da Vincis Demons. Dummerweise gecancelt. Andererseits vielleicht auch gut so. Es ist der klassische Fall einer Serie, die ich - wenn man es genau nimmt - nur wegen eines einzigen Darstellers sehe.
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Zitat:
>>>> Count Riario: the character currently ruining my life.
Quelle: https://adulthoodisokay.tumblr.com/post/86177519549/count-riario-the-character-currently-ruining-my


Gut, sie ist sehr schön gemacht, der Vorspann klasse. Fantasievoll bis durchgeknallt - was mir auch gefällt. Aber zugegeben - ich hatte Anlaufschwierigkeiten. Das ganze Gewese um die Medicis interessierte mich Null. Dafür, wie verrückt die Serie wirkt, bemühte man sich dennoch mehr als gedacht um historische Genauigkeit. Natürlich ist mehr Unsinn dabei als dass man auf den Gedanken kommen könnte, die Sache sei wirklich ernst gemeint. Gescheiter ist, einfach die Kostüme, die Bilder und die Einfälle zu genießen, und sich zu freuen, wenn man feststellt, dass wirklich das Eine oder Andere sich im Rahmen tatsächlicher Ereignisse bewegt.
Historie, Schlachten, beeindruckende Bilder sind aber auch weniger meins. Und während der zweiten Staffel war ich dann doch ein wenig irritiert, als da Vinci mal schnell nach Peru reiste. War cool gemacht, aber ich musste schon schlucken.
Nur jetzt, während der dritten Staffel, wurde ich überzeugt. Lag natürlich daran, dass meinem Lieblingsbösewicht eine hochinteressante Storyline angepasst wurde. Ich spreche natürlich von dem hübschen Graf Riario. Von Anfang an der interessanteste und dankbarste Charakter. Zwielichtig, skrupellos und dennoch - man ahnte es zu Beginn bereits - eine gequälte Seele. Sozusagen die klassische gequälte Seele - grandios gespielt. Meiner Meinung nach natürlich und ich verstehe nichts von Schauspielerei. Wenn auch genug, um zu wissen, dass die Rolle für den Darsteller ein Fest gewesen sein dürfte. Den Fiesen zu spielen ist immer so viel schöner und einfacher als den Guten. Da Vinci ist selbst eine gequälte Seele, aber natürlich muss er die Sympathie des Publikums tragen - permanent. Das ist schwer. Riaro genießt es, sich als einen Charakter auszuleben, der in so vielen Nuancen schräg rüberkommt, dass er immer wieder von Neuem fesselt. Die Stimme – und ich denke, es ist nicht nur der Synchronsprecher – leistet ihr Übriges. Die monotone Sprechweise betont die Arroganz der Figur. Doch nicht nur das, auch die emotionale Distanz, wenn nicht gar die Unfähigkeit zu Gefühlen, gerade wenn es um die Ausübung von Gewaltverbrechen oder moralisch verwerfliche Handlungen geht, wird mit Hilfe der Stimmlage hervorgehoben. Zumindest scheint mir das der Beginn zu sein, die ursprüngliche Absicht des Darstellers. Wir haben da fraglos einen unbelehrbaren Soziopathen vor Augen. Mit Fortgang der Serie lässt sich natürlich noch viel mehr hineinlesen. Denn wie jede interessante Nemesis entwickelt auch dieser Gegenpart zum Hauptdarsteller zunehmend differenzierte Charakterzüge. Seine Vergangenheit wird beleuchtet und der herzlose Handlanger eines korrupten Papstes verwandelt sich in einen verzweifelten Gläubigen auf der Suche nach Erklärung und Erlösung. Wir bekommen zu sehen, wie Papst Sixtus ihn benutzt und im Namen der Religion von Kindheit an zu den schlimmsten Sünden trieb. Aber wir sehen auch, wie er zweifelt, nicht zuletzt in ständiger Konkurrenz mit seinem Widersacher da Vinci. Dessen Sichtweise und Handlungen verwandeln seine Anschauung der Welt, eröffnen ihm Horizonte. Nicht unbedingt zu seinem Vorteil, denn nach wie vor handelt es sich um einen gebrochenen Charakter. Doch der Faszination eines genialen Geistes kann sich Riario einfach nicht entziehen.
Besonders deutlich wird das in der letzten Staffel, wenn der Bruch in seiner Seele von da Vinci aufgedeckt wird.
Natürlich folgen abstruse Behandlungsmethoden gemäß den verqueren Ideen des Artista, aber nichtsdestotrotz gewähren auch die Blake Ritson eine Chance zu zeigen, was er kann. Es ist zur Abwechslung wirklich mal schön, ein paar Darsteller zu betrachten, die ihr Handwerk verstehen. Ich will gar nicht ausschließen, dass es auch Briten gibt, die mies schauspielern, aber mir sind auch bereits eine Menge ganz hervorragende aufgefallen. Gerade die, welche ihr Handwerk von der Pieke auf gelernt haben. Ganz erstaunlich, was die hinkriegen. Ich bin fast vom Stuhl gefallen, als ich ein Interview fand. Blake Ritson – der Echte - war nicht wiederzuerkennen. Irgendwie bin ich zu viele Schauspieler gewohnt, die doch auf die eine oder andere Art sich selbst spielen. Und natürlich kann man nur hoffen, dass ein derart finsterer Charakter wie Riario nicht unbedingt auf den Schauspieler abfärbt. Aber ich stelle mir gerne vor, dass begabte Darsteller in einer renommierten, britischen Akademie die Schulbank drücken, und diese Arbeit Früchte trägt. Zum Beispiel solche, dass man ihnen jede Rolle geben kann und sie fähig sind, die auch zu bewältigen. Wie Ewan McGregor oder Jonathan Rhys Meyers. Ganz klar können die alles, gut - böse, sympathisch - unsympathisch, komplex und eindimensional. Nebenbei singen, tanzen, fechten, reiten ...
Ganz ehrlich - so fabelhaft wie manche Oscar-Preisträger sind - wie gerne ich die auch sehe - wie genial sie spielen - es finden sich auch Glücksfälle darunter. Aber jemanden wie Ewan McGregor und vermutlich auch Blake Ritson kann man in jeder Ecke abstellen und er kriegt den Job gebacken.
Lange Rede – es handelt sich um einen sehr guten Schauspieler. Und zudem noch ansehnlich. Ansehnlich genug, dass ich ihm sogar den Bart verzeihe – igitt: Bart. Aber den trägt er ja nur für die Rolle. Und ich bin noch nicht einmal sicher, ob er ohne wirklich hübscher ist.
Nichtsdestotrotz – als Girolamo Riario – was für ein Name, den muss man einfach lieben – kämmt er sich langes, dunkles Haar ins Gesicht, genau diese fabelhafte Emo-Frisur, wie sie Johnny Depp einst trug, wie sie Milo Ventimiglia perfektionierte – auch wenn beide Mut zur Schulterlänge bewiesen. Riario bleibt da sportlicher.
Und dann natürlich noch sehr große, dunkle Augen. Herz, was willst Du mehr?
Vielleicht, dass die Serie weiterginge, das wäre schon schön.
Auf jeden Fall werde ich beobachten, wie lange dieser Anfall vorhält: das Bilder suchen, Videos gucken … das Hoffen auf Filme und TV-Auftritte.
Hab ich natürlich bereits gefunden. Natürlich ist Blake Ritson gut beschäftigt. Aber ich bin nicht sicher, ob ich mir eine Serie antun soll, die mich so gar nicht interessiert, in der er einen hässlichen Schnauzer trägt, und die außerdem auch schon wieder abgesetzt wurde. Um eine kleine Nebenrolle handelt es sich zudem, mit einem wohl sehr unsympathischen Verlauf.
Auf You Tube fand ich ein Video, in dem er eine Kindergeschichte liest, und fiel schon wieder vom Stuhl. Offenbar ist Ritson der britischste Brite, der existiert. Das war Monty Python, Benny Hill und wer weiß was noch in Reinkultur. Selbstverständlich kann er das abstellen, so wie Hugh Laurie als Dr. House. Diese Briten sind entweder alle unheimlich talentiert oder irre fleißig oder beides. Und politische Ereignisse lasse ich da außen vor. Wir wissen wie das ist, wenn Dinge über dem eigenen Kopf bestimmt werden, während man seinen Text auswendig lernt und von Casting zu Casting eilt. Wenigstens hoffe ich, dass Blake das tut. Auf imdb hat sich bereits, seitdem ich ihn dort stalke – also seit einer guten Woche, nichts verändert. Auf seinem Twitter Account bereits seit Jahren nichts.
Ich fürchte fast, dass er so eine Art Privatleben hat, das ihn vielleicht auch noch über Gebühr beschäftigt. Was ich so gar nicht akzeptieren kann – nicht, wenn ich ihn gerade erst entdeckt habe.

Nuuuun, Blake Ritson, Da Vincis Demons – das sind Mini-mini-Fandoms. Wie ich feststellen musste, als ich mir mal die nicht vorhandenen Follower-Zahlen in diversen Netzwerken ansah. Da hat man richtig Mitleid. Vor allem, wenn man direkt aus einem Fandom wie Supernatural stolpert. Gibt es tatsächlich Schauspieler, die weniger als sechs-siebenstellige Zahlen enthusiastischer Anhänger vor sich herschieben? Ich möchte gar nicht sagen, wie wenige es wirklich sind. Sehr traurig, vermutlich ist Blake deshalb nicht auf Twitter.

Dennoch habe ich die Hoffnung noch nicht aufgesteckt. In einem Artikel heißt es, dass eine Fortsetzung – in ein paar Jahren – denkbar wäre. Und wir alle wissen – wenn davon die Rede ist – dann wird es meistens auch irgendwie durchgezogen. Falls Blake nicht bis dahin die längst überfällige Hollywood-Karriere gestartet hat und in jedem Blockbuster zu sehen ist.
Obwohl – das machen die Amerikaner auch nicht so unbedingt mit ihren britischen Kollegen – die haben ihren Stolz. Oder Ritson entdeckt tatsächlich sein Privatleben, dreht hier und da komische Jane-Austen-Sachen oder andere merkwürdige, britische Angelegenheiten. Ohne schwarzes, gruseliges Kostüm, Schwerter, Blut und Friesenpferde. Dann hätte ich schon wieder eine Sommerliebe an einen Unwürdigen verschwendet.
Andererseits – seht ihn euch an!
Der Mann scheint die Sonne zu hassen – so bleich kann man mit dunklem Haar doch kaum sein. Was ihn geradezu prädestiniert für jede Fantasie über Vampire, Geister, Engel – kurz in jede Rolle katapultieren sollte, für die Menschen mit Geschmack sich begeistern. (Solche wie ich eben.) Ich würde ihn sogar in Supernatural casten, aber vermutlich hängt er an den Inseln, an so einem Unsinn wie Familie oder einem Zweitjob als Kurzfilmregisseur.

Und genau deshalb genieße ich ihn noch mit Vorsicht. Schauspieler sind so enttäuschend.
Andererseits – guckt Euch das an:



tumblr girolamoriario photo tumblrgirolamorario_zpsocxku4pf.gif
Quelle: http://girolamoriario.tumblr.com/post/52883417957

Date: 2016-07-24 07:42 pm (UTC)
meridian_rose: Leo (Riley) and Riario (Ritson) (davincisdemons)
From: [personal profile] meridian_rose
I don't read German, but I will always be happy to see more Da Vinci's Demons/Riario fans posting :)

Date: 2016-07-26 10:13 am (UTC)
meridian_rose: Leo (Riley) and Riario (Ritson) (davincisdemons)
From: [personal profile] meridian_rose
Good, yes, spread the Riario love in all the languages :)

I'm less excited for the sequel because it's after Riario's death (or so I believe).
And fans are already giving up on the fandom; fandoms which stay active get energised by new material (Firefly, X-files) but fandoms which die out don't tend to get new material in the end/we don't find new fans even if there is new material.
Sorry, that is all very negative. I just think a season four that undid so many of the ridiculous storylines in season three and got back to the Leo/Riario and Leo/his Scooby Gang dynamic would have been far preferable!

In fact I still need to watch the final 2 episodes but I so was annoyed by Sophia, by the writers splitting Riario and Leo up (and shoving more het at us, so much for bisexual Leo!), by the Crusade storyline which I was already bored of, and by Vanessa being shoved towards Lorenzo, that I have not yet managed to see them. I'd rather rewatch earlier episodes, in particular season 2 episodes, and to read and write fanfic/watch fanvids!

DvD is still a favourite fandom for me, I just have to ignore most of season three :P
Let me love you fellow DvD fan!

Date: 2016-08-05 06:09 pm (UTC)
meridian_rose: pen on letter background  with text  saying 'writer' (Default)
From: [personal profile] meridian_rose
Yes, fantasies and fanfic are good!
(I keep hoping "The Collection" will let Blake Ritson guest star, given Tom Riley's character is a gay fashion designer the characters could be romantically involved and it would be like a perfect DvD AU :) Or it would be after fans got hold of the screencaps :D)

And thank you so much for all your follows and likes on my other blogs. It is very much appreciated. It's a struggle to gain an audience for original work and build an author persona and I am very grateful for any help. Just let me know if I can ever do anything to reciprocate :D

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